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nfb-Presseinformation 01/2018 - nfb-Tagung in Halle

Zukunft der Weiterbildungsberatung: Vernetzung und Kooperation

Auf einer Tagung zur Weiterbildungsberatung in Halle trifft Wissenschaft auf die Beratungspraxis

 

Weiterbildungsberatung steht in Zeiten einer sich rasant wandelnden Arbeitswelt aktuell wieder im Fokus bildungspolitischer Debatten. Von der Vielfalt und Heterogenität der Weiterbildungs-beratung in Deutschland konnten sich die Teilnehmer*innen bei der Veranstaltung „Über den Tellerrand: Weiterbildungsberatung - wissenschaftliche Modelle und Formate der Praxis" ein Bild machen. Zu diesem Workshoptag hatten das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb) zusammen mit dem Institut für Pädagogik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Evangelischen Hochschule Darmstadt am 12. Oktober nach Halle eingeladen. Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen kamen zusammen, um unterschiedliche Facetten der Weiterbildungsberatung in der Praxis zu beleuchten und gleichzeitig mit Blick auf wissenschaftliche Modelle zu reflektieren.

In seiner Eröffnungsrede stellte Prof. Dr. Dinkelaker, Leiter der Arbeitsbereichs Erwachsenen-bildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das mit dem Tag verbundene Ziel heraus, den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis in diesem Feld zu vertiefen. „Beratung spielt eine zentrale Rolle in den gegenwärtigen Transformationen des Lernens Erwachsener. Die Tagung ist ein Ort der Verständigung über die damit verbundenen Herausforderungen und Möglichkeiten."

In der Keynote machte Prof'in Dr. Maier-Gutheil darauf aufmerksam, dass ein geeignetes Monitoring Verfahren benötigt wird, um die Datenerhebungen zum Weiterbildungsverhalten auch für die Beratung nutzbar zu machen. Sie stellte normative Modelle von Weiterbildungsberatung vor und diskutierte ihre Relevanz mit den Teilnehmenden für die Beratungspraxis. Die Beratungs-fachkräfte kamen etwa aus der Kommunalen Bildungsberatung wie auch der Beratung zur beruflichen Entwicklung, der Anerkennungsberatung, der Wiedereinstiegsberatung, der Transferberatung oder der Weiterbildungsberatung der Agentur für Arbeit.

Kay Senius, Leiter der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA), betonte in seinem Grußwort, dass das Thema „gute Beratung" das zentrale und auch strategische Produkt seiner Organisation sei. Mit Blick auf die Bandbreite der Bildungsberatung sagte er: „Voneinander lernen und profitieren sind das A&O und ermöglichen auch bei dem Thema Innovation und Fortschritt".

Barbara Lampe, die neu gewählte Vorsitzende des nfb, wies darauf hin, dass die Bundesregierung plane, die Förderung der beruflichen Weiterbildungsberatung der Bundesagentur für Arbeit zukünftig auch für Beschäftigte anzubieten. .

Sie begrüßt es, dass die Weiterbildungsberatung  wieder mehr in den Blickpunkt gerät, mahnt aber  an, die bestehenden Beratungsangebote, z.B. der Kommunen und freien Träger, nicht an den Rand zu drängen.

Vernetzung und Kooperation sei das Gebot der Stunde, so das gemeinsame Fazit aller Beteiligten, um für Bürger*innen ein vielfältiges Spektrum an Bildungs- und Weiterbildungsberatung zu gewährleisten.

Der Workshoptag kann als ein erster Schritt auf einem längeren Weg gesehen werden, um Vertreter*innen der BA und andere Beratungsanbieter miteinander ins Gespräch zu bringen. Damit können zukünftig auch brennende Fragen zur Qualität und Wirksamkeit von Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung gemeinsam erörtert werden.

Die Tagungsbeiträge werden in Kürze auf der nfb-Webseite zur Verfügung gestellt.

 

Kontakt: Barbara Lampe, info@forum-beratung.de;  Tel.: 030/2579 3741

www.forum-beratung.de

 

Information: Die nfb-Presseinformation können Sie auch hier als PDF downloaden.