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Beteiligung des Nationalen Forums Beratung (nfb) an der Entwicklung trägerübergreifender Beratungsstandards in der Reha-Beratung

2013 - 2015

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) in Frankfurt hatte im Oktober 2013 eine Projektgruppe einberufen, die den Auftrag erhielt, „Trägerübergreifende Beratungsstandards für die Reha-Beratung“ zu erarbeiten. Ziel ist es, allgemeingültige Aussagen zur Qualität in der Reha-Beratung zu formulieren, die in Form von Selbstverpflichtungen der Träger einen möglichst hohen Grad der Verbindlichkeit erreichen.

Der Projektauftrag ist eines der Ergebnisse aus „Rehafutur“ - eines Entwicklungsprozesses zur Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation. Die Initiative dafür gab das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und folgte damit einem Beschluss des Deutschen Bundestages.

In den Überlegungen zur Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation wurde schnell deutlich, dass das Thema Beratung und deren qualitative Verbesserung einen besonderen Stellenwert haben. In dem Entwicklungsprozess „Rehafutur“ war daher auch das nfb durch Dr. Bernhard Jenschke vertreten. So konnte schon in diesem Vorhaben zur verbesserten Rehabilitation wertvolle Unterstützung im Hinblick auf Qualität und Professionalität der Beratung gegeben werden.

Es war daher naheliegend, das nfb auch in das aktuelle Projekt „Trägerübergreifende Beratungsstandards“ einzubeziehen. Vor allem aber auch deshalb, weil angenommen werden konnte, dass die Ergebnisse des noch laufenden nfb Projektes zur Beratungsqualität  auch für das ebenfalls sehr breite Feld der Reha-Beratungen nutzbar zu machen sind.

Die Projektgruppe der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation  umfasst alle maßgeblichen Träger sowohl der beruflichen Rehabilitation als auch der medizinischen und sozialen Reha-Beratung. Das nfb ist in diesem Kreis ein Teilnehmer im Sinne neutraler und unabhängiger fachlicher Beratung. Die Arbeit der Projektgruppe umfasst den Zeitraum Oktober 2013 bis Mai 2015.

Im Mittelpunkt der bisherigen Projektgruppensitzungen sowie eines zweitägigen Workshops standen notwendige grundsätzliche Aussprachen zur Klärung des Projektauftrags und der gemeinsamen Zielsetzungen, gekennzeichnet durch die Fragen:  Was ist gute Beratung? Haben wir ein gemeinsames Beratungsverständnis? Lassen sich allgemeine – über alle Träger und Beratungsfelder hinweg reichende – Aussagen zur Qualität der Beratung machen? Merkmale, Empfehlungen oder Standards - Wie verbindlich sind die Aussagen zur Qualität in der Beratung? Wie kann der Qualitätsentwicklungsprozess bei den Trägern und den Beratungseinrichtungen initiiert, unterstützt und umgesetzt werden? Welche Kompetenzen benötigen Beraterinnen und Berater für eine gute Beratung? Fragen, die bei den Überlegungen, Diskussionen und Entwicklungsprozessen im nfb-Projekt ebenfalls im Mittelpunkt standen. Es war für das BAR-Projekt sehr hilfreich diese Erfahrungen und vor allem auch die vorläufigen Ergebnisse des Projektes „Beratungsqualität“ einbringen zu können. Vorläufig sind die Projektergebnisse deshalb, weil im nfb-Projekt noch abschließende Beratungen zu den Qualitätsinstrumenten stattfinden und deren endgültige Fassung erst danach publiziert werden können. 

In die Arbeitspapiere der BAR-Projektgruppe wurden aber die bisherigen Aussagen des nfb-Projektes zum Beratungsverständnis, zu Qualitätsmerkmalen und –standards, zum Kompetenzprofil, und zum Qualitätsentwicklungsprozess aufgenommen und für die Gruppenarbeit und die Fachdiskussion genutzt.

Über den Verlauf des Projektes und über dessen Ergebnisse werde ich weiter berichten.

Theodor Verhoeven,
Mitglied des nfb-Vorstands