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Europäisches Peer Learning Treffen zur Qualitätssicherung am 13. und 14. Mai 2009

2009 -

Das nfb hat diese Peer Learning Activity im Auftrag des BMBF inhaltlich geplant, organisatorisch vorbereitet und durchgeführt. Das Treffen wurde durch den  Fachvortrag des eingeladenen Experten Prof. Dr. Peter Plant, Dänemark, eröffnet, der die Bedeutung von Qualität und Qualitätssicherung betonte und das Thema in den breiteren gesellschaftspolitischen Kontext stellte. Anschließend wurden verschiedene Qualitätsbemühungen unterschiedlicher Länder vorgestellt. Auch der Qualitätsentwicklungsrahmen, der von Frau Prof. Dr. Schiersmann  im Auftrag des BMBF erarbeitet worden ist, sowie Qualitätsmodelle der Hochschulberatungen, des Deutschen Verbandes für Bildungs- und Berufsberatung wie auch  des Landes Berlin wurden vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert.

Folgende konkrete Ergebnisse ergaben sich u.a. aus dem Treffen:

  • Es ist dringend erforderlich, in den einzelnen Mitgliedstaaten, Grundlagen für die Erhebung und Auswertung von statistischen Daten über Beratungsdienstleistungen und deren Qualität und Wirkungen zu legen und diese in einem kontinuierlichen Monitoring bereit zu stellen. Hierfür sollte es sowohl quantitative als auch qualitative Indikatoren geben.
  • Uneinheitlich war die Meinung bezüglich der Frage, ob es in der Qualitätssicherung entlang dem „Input – Prozess – Output/Outcome – Modell“ eine stärkere Fokussierung auf Outcomes und Outputs sowie auf Kosten-Nutzen-Analysen und Effizienz der Dienstleistungen zulasten der Input- und Prozessfaktoren geben müsse, wie es beispielsweise das im dänischen Schulwesen verwendete Modell beinhaltet. Auch die Umkehrung des traditionellen Modells mit der Frage, mit welchen Input-Ressourcen und welchen Verfahren können definierte Outcomes erreicht werden, wurde diskutiert.
  • Die breite Einbeziehung aller Akteure und Stakeholder ist für eine gelingende Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung unabdingbar. Die vorgestellten aktuellen deutschen Bemühungen, einen entsprechenden landesweiten Koordinierungsprozess in Gang zu setzen, wurden als sehr vielversprechend und vorbildlich bewertet.
  • Das Ziel der Entwicklung eines Europäischen Qualitätsrahmens für Beratung (analog zum Europäischen Qualitätsrahmen für Berufliche Bildung) und eines Europäischen Kompetenzprofils für Beratungspraktiker wurde mehrheitlich für ein  wünschenswertes Ziel gehalten.
  • Die Einbeziehung der Nutzerinnen und Nutzer in die Gestaltung und Evaluation/ Qualitätssicherung von Beratung wird als eine wichtige Herausforderung für künftige Arbeiten angesehen. Auf der EU-Ebene gibt es hierzu zwar viel Rhetorik, aber wenig konkrete Initiativen oder Beispiele.

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Teilnehmer
Kurzbericht

Alle Beiträge sind auf der ELGPN-Webseite zu finden: http://ktl.jyu.fi/ktl/elgpn/themes/wp4/visit1