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International Centre for Career Development and Public Policy (ICCDPP) – Ziele und Aufgaben, Aktivitäten und Ergebnisse

2010 -
Weshalb gibt es das ICCDPP?
Das ICCDPP ist eine internationale Ressource für Politikentwickler/-innen, Manager/-innen und Führungskräfte von Beratungseinrichtungen und Beraterorganisationen, Ausbilder/-innen und Forscher/-innen. Das Zentrum befindet sich gegenwärtig in Wellington, Neuseeland. Seine drei wichtigsten Ziele sind:

  • Den internationalen Wissens- und Erfahrungsaustausch im Bereich der Beratungspolitik zu befördern,
  • Den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung den Nutzen von Bildungs- und Berufsberatung für eine erfolgreiche Bildungs-, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik zu verdeutlichen,
  • Den Führungskräften in Berater/-innenverbänden und in der professionellen Gemeinschaft die Bedürfnisse und Ansprüche der Politik nahe zu bringen.

Wie erreicht das Zentrum diese Ziele?

  • Internationale Zusammenarbeit: Sammeln und Verbreiten von Informationen, „good practice“ Beispielen, Politikansätzen, Politikstudien und Forschung über die Webseite des Zentrums: www.iccdpp.org,
  • Organisation von Internationalen Symposien über Berufslaufbahnentwicklung und öffentliche Politik – das einzige weltweite Forum, bei dem Politikverantwortliche gemeinsam mit Managern/-innen, Praktikern/-innen und Forschern/-innen ein Länderteam bilden, um gemeinsam interessierende Belange zu erörtern,
  • Teilnahme und Vorträge bei nationalen und internationalen Tagungen,
  • Aufbau und Pflege internationaler und nationale Netzwerke,
  • ICCDPP-geführte Arbeitsgruppen,
  • Information und Beratung für Ministerien, Politiknetzwerke und Nationale Beratungsforen,
  • Newsletter „Policy Points“ (aktueller Newsletter 12-2010)
  • Beiträge für nationale und internationale Publikationen, wie z.B. für den nfb-Newsletter,

Wer finanziert und unterstützt das ICCDPP?
Aktuell finanzieren und unterstützen die Bildungsministerien von Australien, Dänemark, Neuseeland und der Nationale Verband für Bildungs- und Berufsberatung der USA (NCDA) das Zentrum. Die Errichtung des Zentrums 2004 wurde von der OECD, der Weltbank und der Europäischen Kommission sowie von der Internationalen Vereinigung für Bildungs- und Berufsberatung (IAEVG/AIOSP) befördert. Das Zentrum wird von einem international besetzten Gremium von Regierungsvertretern/-innen und weiteren Experten/-innen und Funktionären aus USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Dänemark, UK und – seit kurzem – Ungarn geleitet.


Was wurde bisher geleistet?
a.) Erstellung und Betreuung einer Webseite (www.iccdpp.org) mit wichtigen Dokumenten aus Politik, Forschung und Praxis überwiegend in Englisch, aber auch mit Dokumenten aus anderen Ländern und in anderen Sprachen. Bislang gibt es, wie Sie sehen können, nur wenige Beiträge aus Deutschland. Wir hoffen, dass sich dies ändern wird, wenn Sie sich diese Webseite angeschaut haben.
b.) Betreuung von Diskussionsforen; aktuell gibt es zwei aktive Foren als Folgeaktivität des Internationalen Symposiums in Neuseeland im November 2009 (siehe nfb-Newsletter 01/2010):

  •  „Prove it works“, ein Forum, das sich mit internationalen Initiativen zur Entwicklung  evidenzbasierter Beratungspolitik und der Wirkung von Beratung beschäftigt,
  • „Transformational technology“ untersucht, wie moderne Technologie Beratungsangebote und -dienstleistungen verändert und vom reinen Werkzeug zum eigenständigen Medium wird.

c.) Politikberatung und Information für nationale und regionale Regierungen (U.a. hat ICCDPP  in Deutschland zu mehreren Konferenzen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und zum Programm Lernende Regionen Beiträge geleistet.) sowie für internationale Organisationen und Politiknetzwerke im Bereich der Beratung: (z.B.ELGPN ; The Pacific Careers Network; MEDA (Süd-/Osteuropa Netzwerk).

Was hat das Zentrum bisher erreicht?
Die Aktivitäten des ICCDPP haben dazu beigetragen, die internationale Aufmerksamkeit für Fragen der Beratung in Bildung, Beruf, Beschäftigung und sozialer Inklusion aufrecht zu erhalten, die mit dem Erscheinen der OECD/Weltbank/EU- und CEDEFOP-Studien zur Politik für Bildungs- und Berufsberatung Anfang dieses Jahrzehnts entstanden ist.
Das Zentrum hat das Interesse für Beratungspolitik in Regionen der Welt geweckt, in denen dies bislang kein Thema war (Nordamerika, Lateinamerika, Afrika und Asien). Durch die  Foren auf der Webseite des ICCDPP konnte die Entstehung eines Netzwerks der Entwicklungsländer befördert werden. Eine wichtige Rolle hat das Zentrum bei der Konzipierung der EU-Resolution zur lebensbegleitenden Beratung 2008 gespielt. Schließlich war es Geburtshelfer bei der Gründung des ELGPN.

Herausforderungen
Es wird deutsche Leser nicht überraschen, dass es in vielen Ländern ein langwieriger Prozess ist, Fragen der Beratung in Bildung, Beruf, Beschäftigung und sozialer Inklusion auf die nationale politische Agenda zu bringen. Selbst die Existenz des ELGPN und der beiden EU-Resolutionen zur Beratung garantieren nicht, dass diesen Fragen hohe Priorität eingeräumt wird. Auch werden diese Herausforderungen vervielfacht, wenn man versucht, die internationale Aufmerksamkeit auf diese Themen zu lenken. Die Unterstützung durch einige Ministerien und Beratungsanbieter hat eine solide Basis für das ICCDPP geschaffen. Diese Basis muss erweitert werden. Insofern ist Unterstützung durch Deutschland sehr willkommen!
Europa ist derzeit führend in der Entwicklung von Beratungspolitiken und –strategien. Die USA beginnen aufzuwachen, Lateinamerika wacht etwas langsamer auf, die Nord- und Südafrikanischen Staaten sind auf dem Weg von ersten Konzepten zu konkreten Planungen, die asiatischen Länder schauen, was in Europa geschieht, und Australien sowie insbesondere Neuseeland finden ihre jeweils individuellen Lösungen, um die Lücke zwischen Politik und Praxis zu überbrücken.
Die Rolle des ICCDPP wird weiterhin darin bestehen, Anregungen und Unterstützung für alle Länder und Regionen zu bieten, unabhängig von ihrem Entwicklungsstand; und das ICCDPP wird auf ihre Erfahrungen und Expertise zurückgreifen, um ein wahrhaft globales Netzwerk für Bildungs- und Berufsberatung zu formen.

John McCarthy,

Direktor ICCDPP

Übersetzung: Karen Schober

www.iccdpp.org

Über den Direktor:

John McCarthy

Ich habe eine sehr abwechslungsreiche Berufs laufbahn hinter mir: Lehrer, Berater, Universitätsdozent, Autor, Gewerkschaftsfunktionär, Consultant, Leiter einer nationalen Beratungs- agentur, Projektmanager internationaler Projekte, Politikentwickler bei der EU-Kommission, Projektmanager bei CEDEFOP, Experte für OECD und ETF, und nun Direktor des ICCDPP. 2004 und 2008 unterstützte ich die Formulierung der beiden EU-Ratsresolutionen zur lebensbegleitenden Beratung. Mit Richard Sweet habe ich das OECD/EU Handbuch für Politikverantwortliche herausgegeben.
Schlussendlich: Wenn ich ein zweites Leben haben sollte, wünschte ich, ich wäre in Oberkirch (Baden-Württemberg) geboren! Ich liebe die Freundlichkeit der Menschen dort, seine Weine und Früchte und ein wunderbares Schwimm- bad! Es gibt nichts Vergleichbares!

John McCarthy,

Direktor ICCDPP

Kontakt: jmc@iccdpp.org

 

Downloads:

Policy Points Ausgabe 12/2010

Policy Points Ausgabe 09/2009