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Bundesweite Fachtagung Beratertage Bildungsprämie 2010

10. - 11.11.2010 -

Am 10. und 11. November 2010 fanden auf Initiative des BMBF die Beratertage 2010 statt, bei denen ca. 250 Beraterinnen und Berater in Berlin, welche die obligatorische „Prämienberatung“ zur Erlangung der Bildungsprämie durchführen, Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum „Blick über die Grenzen“ hatten.  In ihrer Begrüßungsansprache wies die zuständige Abteilungsleiterin im BMBF, Frau Kornelia Haugg, auf die wachsende Inanspruchnahme der Prämie nach der Erhöhung der Einkommensgrenzen und der maximalen Förderungshöhe auf bis zu 500 € hin. Mit mehr als 50 000 Förderfällen in 2010 stellten sich diese Förderung und die damit verbundene Beratungsarbeit  als wichtige Instrumente zur Steigerung der Weiterbildungsbereitschaft dar.
In 500 Beratungsstellen, die bei großen Weiterbildungsträgern oder Kammern angesiedelt sind (VHS, IHK,HWK , aber auch Stiftungen und private Beratungseinrichtungen) beraten cirka 1000 auf die Prämienberatung hin geschulte Beraterinnen und Berater. Die Beratung selbst erfolgt anhand eines netzbasierten Beratungstools, in dem die Beratenden schrittweise  durch die Beratung geführt werden und an deren Ende, wenn alle Fördervoraussetzungen erfüllt sind, die Ausstellung eines Gutscheins steht.
Neben den  zwei Fachvorträgen mit Ergebnissen aus der wissenschaftlichen Begleitung (Dr. Marcus Tamm, RWI Essen) und zu den Potenzialen der Bildungsprämie im europäischen Vergleich (Dr. Dieter Dohmen, FBIS Berlin) und einem Podiumsgespräch hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, an Workshops und Fachforen mit unterschiedlichen Themen teilzunehmen. Ein Vertreter des Nationalen Forums Beratung nfb (Dr. Bernhard Jenschke) führte zweimal ein Fachforum zum Thema „Trends erkennen! Bildungsberatung in der EU“ durch und vermittelte jeweils 30 Teilnehmern die europäischen Bemühungen um Professionalität und Qualität für eine moderne Bildungs- und Berufsberatung im Zusammenhang mit den Ergebnissen des „Europäischen Netzwerkes für eine Politik lebensbegleitender Beratung ELGPN“. In einer „Pause der Begegnungen“ beschäftigten sich unabhängig voneinander zwei Spontanworkshops mit der Problematik, dass die Prämienberatung nur gezielt auf die Prämie beraten kann, die Ratsuchenden aber oft einer weitergehenden ganzheitlichen Bildungs- und Weiterbildungsberatung bedürften bzw. diese nachfragten.  Bei der Übergabe der Ergebnisse der Spontanworkshops an den Vertreter des BMBF wurde die Idee formuliert, Möglichkeiten  zu prüfen, ob die Prämienberatung nicht zu einem flächendeckenden trägerneutralen Beratungsangebot ausgebaut und weiterentwickelt werden könnte, was freilich auch zusätzliche Professionalisierung und Qualifizierung der Beraterinnen und Berater erforderlich machen würde.


Die Ergebnisse der Beratertage Prämienberatung 2010 sollen in einer Dokumentation zur Verfügung gestellt werden.

Dr. Bernhard Jenschke

http://www.bildungspraemie.info/