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INBAS Fachtagung zum Thema Bildung und Entwicklung

03.11.2011 - Offenbach:

Eigentlich ist 20 ja noch kein Alter – gerade der Pubertät entwachsen beginnt nun erst das richtige Erwachsenenleben. Beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) in Offenbach ist das ein bisschen anders: Die Akzeleration hat hier schon früh eingesetzt – mit seinen rd. 80 MitarbeiterInnen und über 30 laufenden Projekten, darunter 11 internationalen, gehört es längst zum Establishment in der beruflichen Bildung und in der Beratung und Begleitung von Berufsbildungsprozessen. Dies kam in dem breit gefächerten Programm der Fachtagung auch deutlich zum Ausdruck: Fachforen zur Begleitung beim Übergang Schule – Beruf, zur Modularisierung in der beruflichen Bildung, zur Kompetenzfeststellung und –messung sowie last but not least zum Thema „Lebenslanges Lernen braucht Beratung – Entwicklungslinien und Herausforderungen für die Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung“.

Unter den Titeln „Im Dschungel der Beratungsangebote“ (Karen Schober, nfb) und „Informierst Du noch oder berätst Du schon?“ (Dr. Martina Hörmann, Fachhochschule Nordschweiz, Olten) wurden strukturelle und systemische Aspekte der vielfältigen Beratungsangebote in Deutschland vorgestellt und vor dem Hintergrund der Erfahrungen der BeraterInnen in dem QuABB-Projekt von INBAS (Qualifizierte berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb) diskutiert. Dieses von der Hessischen Landessregierung geförderte Projekt dient der Abbruchprävention. Über 20 AusbildungsbegleiterInnen beraten und begleiten Auszubildende und AusbilderInnen, um vom Scheitern bedrohte Ausbildungsverhältnisse zu stabilisieren.

Einen besonderen Höhepunkt der Fachtagung bildete das Hauptreferat von Professor Friedhelm Hengsbach: „Bedeutung der Bildung und der sozialen Gerechtigkeit für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung“. Kann man mit Projekten zur sozialen und beruflichen Integration für Jugendliche, die von sozialer Ausgrenzung bedroht sind, wirklich Strukturen und Systeme verändern und mehr soziale Gerechtigkeit schaffen? Für den Wirtschafts- und Sozialethiker Hengsbach eigentlich eine Unmöglichkeit, wie er eingangs betonte. Das Wirken von INBAS und seine Erfolge im bildungs- und sozialpolitischen Raum seien jedoch aus seiner Sicht durchaus in der Lage, Veränderungen im Kleinen zu bewirken, die nicht ohne Auswirkung  auf das politische und gesellschaftliche System blieben.

Dass INBAS dennoch jung geblieben ist, bewies der Ausklang der Fachtagung mit einem vorzüglichen Essen, einer fröhlichen Feier und mit vielen unterhaltenden Einlagen und Anekdoten aus 20 Jahren Institutsgeschichte, von der anfänglichen Instituts-WG zur etablierten Einrichtung in Offenbachs bester Lage.

Die Dokumentation zur Fachtagung ist 2012 unter http://inbas.com erscheinen.

Den Beitrag von Karen Schober: „Im Dschungel der Beratungsangebote“ – Nationale und internationale Ansätze für mehr Kohärenz, Transparenz und Qualität für die Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung

Karen Schober, nfb