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Herzlichen Glückwunsch! – 10 Jahre Deutsche Gesellschaft für Beratung (DGfB): Impressionen aus der Jubiläumsveranstaltung am 28.11.2014 in Berlin

28.11.2014 -

Berlin

In einer lockeren Talk-Runde, moderiert von der DGfB-Vorsitzenden Regina Jürgens, berichteten ehemalige und aktuelle Vorstandsmitglieder sowie Gründungsmitglieder der DGfB über die Entstehungsgeschichte  des Vereins und über persönliche Erfahrungen und Erlebnisse aus der Gründungsphase. Hervorgegangen aus einer informellen „Arbeitsgruppe Beratung“, die sich anlässlich  einer möglicherweise bevorstehenden gesetzlichen Regelung des Beratungssektors gebildet hatte, wurde 2004 die Deutsche Gesellschaft für Beratung als Dachverband der etablierten Berufsverbände psychosozialer Beratung und Therapie gegründet. Ziele waren u.a. die Formulierung eines gemeinsamen Beratungsverständnisses und gemeinsam getragener  Qualitätsansprüche sowie eine weitere Professionalisierung dieses Beratungsfeldes. Bei der Heterogenität des Beratungsfeldes, das Familien-, Jugend-, Ehe- und Erziehungsberatung ebenso umfasst wie Gesundheits-, Straffälligen-,  Schuldner- oder Drogenberatung sowie Organisationsberatung (Supervision/Coaching), Freiberufler ebenso wie abhängig Beschäftigte im öffentlichen oder privaten und Non-Profit Sektor, war dies zweifellos eine Mammutaufgabe, die viel persönliches Engagement und Willen zur Konsensfindung erforderte.  Neben der Verständigung  über dieses  verbands- und handlungsfeldübergreifende Beratungsverständnis  waren die 2009 verabschiedeten Weiterbildungsstandards „Essentials einer Weiterbildung Beratung/Counseling“ ein weiterer Meilenstein in der Verbandsgeschichte.

Dass die DGfB sich nicht auf diesen Lorbeeren ausruhen will, zeigte sich in den weit gesteckten Zukunftsvisionen, die Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Seel im Anschluss unter folgenden Stichworten zusammenfasste: „Sprachrohr und Sprecherin der Beratung“, „Einheit in der Vielfalt“, „Gesellschaftspolitische Wirksamkeit“. In einem World-Café zu den Fragen, was aus der Gründungsphase für die Zukunft zu bewahren sei und was zur Umsetzung der Zukunftsvisionen konkret getan werden müsse, endete der offizielle Teil der Veranstaltung, nicht aber die angeregten Diskussionen, die bei einem Glas Sekt und einem leckeren Imbiss fortgeführt wurden.

Als Gast dieser Jubiläumsfeier hatte ich einerseits viele „Déjà-vu“ – Erlebnisse, die mich an die Gründung und Entwicklungsphasen des nfb mit allen Hochs und Tiefs, Erfolgen und Stolpersteinen erinnerten, andererseits aber auch neue Einsichten gewonnen in die Verschiedenheit unserer beiden Verbände hinsichtlich ihrer Wurzeln, ihrer Mitgliederschaft und ihrer Zielsetzungen. Diese im Blick zu behalten und gleichwohl gemeinsame Handlungsfelder für eine künftige engere Zusammenarbeit im Interesse derjenigen, für die wir letztendlich arbeiten, nämlich der Ratschenden/KlientInnen, ist eine lohnende Aufgabe für die Zukunft.

In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch und gutes Gelingen!

Karen Schober
im Namen des nfb-Vorstands und der nfb-Mitglieder