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Ab in die Praxis durch Hochschulberatung

2014 -

Mein Name ist Christina Altmann und ich studiere Soziologie im 1. Mastersemester an der Universität Potsdam. Wie fast alle Studierende eines forschungsbasierten Studiengangs bin auch ich zu Beginn meines Bachelorstudiums mit dem Arbeitsplatz „Elfenbeinturm“ konfrontiert worden. Die Frage nach der praktischen Relevanz sozialwissenschaftlicher Arbeit und ihrer Einflussnahme auf die realen Umstände außerhalb des Elfenbeinturms beschäftigte meine Kommilitonen/innen und mich schon eine ganze Weile. Ebenso wie die Frage nach dem tatsächlichen beruflichen Alltag von Absolventen/innen der Soziologie. Laut Studienordnung sollte ich mir diese Frage durch ein Praktikum selbst beantworten. Doch welche Einrichtungen gelten als potentielle Arbeitsstellen? Mit dieser Frage richtete ich mich, zum ersten Mal in meinem Studium, an eine Beratungseinrichtung der Hochschule: die Studienfachberatung, die mir hilfreiche Informationen geben konnte. So wurde ich auf die Archivierung älterer Praktikumsberichte aufmerksam gemacht, durch die ich einen Überblick über die Stellenwahl meiner Kommilitonen/innen erhalten konnte. Auch der Career Service meiner Bachelor-Universität bot informative Seminare zur beruflichen Orientierung an. Als ich mich mit beruflicher Selbstständigkeit auseinandersetzte, lernte ich in einem Seminar des Career Service, dass diese Form der Berufstätigkeit wohl doch nicht zu mir passt.

Meiner Meinung nach sind Berufswahlberatungen und Praxisseminare mit ebensolchem Inhalt in der Hochschule unabdingbar, da sich der volle Umfang des späteren Berufsfelds vielen Studierenden nicht unmittelbar erschließt. Vor allem die Durchführung der Kurse durch Personen aus den Berufsfeldern selbst erweist sich als sehr wertvoll, da diese die auftretenden Fragen mit „Insiderwissen“ beantworten können. Unter anderem aus diesem Grund bewarb ich mich im Rahmen des Programms „Tausch für einen Tag“ an der Universität Potsdam für einen Platz beim Nationalen Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung e.V. (nfb). Das Programm ermöglicht einen eintägigen Einblick in den Arbeitsalltag von Alumni der Universität Potsdam mit ähnlicher akademischer Ausbildung. Ich gewann einen Eindruck von der Vereinsarbeit, durfte mich mit zahlreichen Fragen an die Mitarbeiterin wenden und von ihren Erfahrungen profitieren. Der Effekt eines solchen Tages ist weitaus größer als eine bloße Internetrecherche, da eine persönliche Teilnahme für sehr viel mehr Informationen und Erfahrungen sorgt als die Betrachtung eines Stellenprofils. Wie wichtig ist eine Schwerpunktsetzung während des Studiums? Ist eine Promotion für eine außeruniversitäre Karriere notwendig? Ist der Aufbau meiner Bewerbung verbesserungswürdig? Über die Beantwortung dieser und vieler anderer Fragen bin ich sehr froh. Überaus erfreut bin ich vor allem auch darüber, dass mein Tag beim nfb nicht in einem Elfenbeinturm stattgefunden hat.

Christina Altmann, Studentin der Universität Potsdam

Erschienen im nfb-Newsletter 01/2014


Programm: Tausch für einen Tag der Universität Potsdam

Das Programm „Tausch für einen Tag“ des Career Service der Universität Potsdam bietet Studie-renden die Möglichkeit, für einen Tag in die Arbeitswelt „rein-zuschnuppern“. Pro Semester werden ca. 5-10 Tauschtage mit Alumni aus verschiedenen Fachrich-tungen der Universität Potsdam, die in der Region Berlin/ Brandenburg beruflich eingestiegen sind, ausgeschrieben.

Studierende können sich durch dieses Programm im Erstellen von Bewerbungs-unterlagen üben und erhalten ein individuelles Feedback, sie bekommen einen direkten Kontakt zu potentiellen Arbeitgebern, erhalten einen Einblick in den Berufsalltag und lernen mögliche Tätigkeitsfelder kennen.