nfb kurzgefasst 1/2026

Künstliche Intelligenz in der Beratung

Liebe Leserinnen und Leser,

mit „nfb kurzgefasst“ setzt das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb) e.V. seinen bisherigen Newsletter in veränderter Fassung fort:  

Kurz und kompakt widmen wir jede Ausgabe einem eigenen Schwerpunkt. Ein Impulsbeitrag eröffnet das Thema und lädt ein zur gedanklichen Auseinandersetzung. Eine Sammlung von Kurzinformationen ergänzt und erweitert den Schwerpunkt,  etwa mit Hinweisen auf anregende Podcasts, Studien, Fachliteratur, Webinare und weitere Fundstücke rund ums Thema. Daneben weisen wir i.d.R. auf aktuelle Veranstaltungen und Publikationen hin, die Sie jenseits des aktuellen Schwerpunkts interessieren könnten.

Michaela C.A. Henn, nfb-Vorsitzende

Barbara Knickrehm, nfb-Schatzmeisterin

von Peter C. Weber, Tillmann Grüneberg, Bernd-Joachim Ertelt

Künstliche Intelligenz (KI) hat längst den Weg in unseren Alltag gefunden und macht auch vor dem Bildungsbereich nicht Halt. In der Berufsorientierung und Berufsberatung wird der Einsatz von KI aktuell so intensiv und kontrovers diskutiert wie kaum ein anderes Thema. Auf der einen Seite steht die Praxis unter einem enormen Druck, diese neuen Technologien einzubinden, da sie in allen anderen Lebensbereichen bereits allgegenwärtig sind. Auf der anderen Seite gibt es berechtigte kritische Stimmen, die vor den Risiken warnen. Doch eines ist sicher: KI wird zunehmend als eine der wichtigsten Perspektiven für die Zukunft der Beratung angesehen.

Dieser Beitrag basiert auf folgendem Aufsatz:

Weber Peter, Grüneberg, Tillmann & Ertelt Bernd-Joachim (2026). Weber P., Grüneberg, T. & Ertelt B.J. (2026). C 2.1. Künstliche Intelligenz in der Berufsorientierung und -Beratung. In Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). (2026). Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2026: Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung, S. 370-373.

Aber wie genau verändert KI die Art und Weise, wie wir Menschen bei der Berufswahl unterstützen? Welche Chancen bieten diese Werkzeuge, und wo liegen ihre klaren Grenzen? Dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick hinter die Kulissen.

Wenn wir heute in der Praxis von Künstlicher Intelligenz sprechen, meinen wir meistens sogenannte generative KI – also Chatbots wie ChatGPT, Perplexity oder Copilot. Es ist verlockend, diesen Systemen menschliche Eigenschaften zuzuschreiben, doch das ist ein Trugschluss. Generative KI basiert auf gigantischen Sprachmodellen, die Texte nicht im menschlichen Sinne “verstehen”, sondern lediglich statistisch vorherberechnen, welches Wort als Nächstes folgen muss. Eingaben werden in mathematische Werte übersetzt und durch tiefe neuronale Netze gejagt, um am Ende eine Antwort zu konstruieren, die logisch und flüssig klingt. Dieser Prozess simuliert ein Verstehen, obwohl weder echtes Denken noch eine eigene Absicht dahinterstecken.

Für die professionelle Berufsberatung bringt diese Funktionsweise erhebliche Herausforderungen mit sich. Beratende müssen generierte Inhalte stets mit einem überaus kritischen Auge prüfen. Ein zentrales Problem ist die sogenannte Black-Box-Problematik: Selbst die Entwicklerinnen und Entwickler dieser KI-Modelle können oft nicht mehr exakt nachvollziehen, wie das System zu einer bestimmten Entscheidung oder Antwort gekommen ist.

Hinzu kommen die berüchtigten “Halluzinationen” – also Aussagen der KI, die absolut plausibel klingen, faktisch aber völlig falsch sind. In einem sensiblen Kontext wie der Lebens- und Karriereplanung kann eine fehlerhafte Information weitreichende Folgen haben. Ein weiteres großes Risiko sind Verzerrungen (Bias) in den Trainingsdaten der KI. Wenn ein Sprachmodell mit geschlechterstereotypen oder kulturell einseitigen Daten trainiert wurde, wird es diese Muster unweigerlich in seinen Ratschlägen reproduzieren. Fachkräfte in der Beratung müssen diese Tücken genau kennen, um sie einordnen und Ratsuchende davor schützen zu können.

Neben der generativen KI gibt es jedoch auch noch andere, weniger fehleranfällige Systeme, wie etwa regelbasierte Anwendungen oder Entscheidungsbäume. Diese werden beispielsweise eingesetzt, um anhand fester Kriterien passende Berufsempfehlungen zu filtern. Die Zukunft der Berufsberatung liegt höchstwahrscheinlich in komplexen Modellen, die das Beste aus beiden Welten – generative Flexibilität und regelbasierte Zuverlässigkeit – miteinander kombinieren.

Obwohl KI derzeit in aller Munde ist, hinkt die wissenschaftliche Fundierung in der Berufsberatung noch etwas hinterher. Eine umfassende Auswertung von über 1.300 Fachartikeln zeigte, dass sich bis zum Jahr 2022 kein einziger Artikel im engeren Sinne mit KI in der Berufsberatung befasste. Das Thema nahm erst mit der breiten Verfügbarkeit von generativer KI ab Ende 2022 so richtig an Fahrt auf.

Heute wächst die wissenschaftliche Literatur rasant, wobei sich zwei deutliche Lager abzeichnen. Auf der einen Seite stehen Artikel, die den Einsatz technikoffen und sehr optimistisch diskutieren und sich oft auf erste praktische Erprobungen stützen. Auf der anderen Seite betrachten Studien das Thema aus einer Professionalisierungsperspektive und mahnen eine kritische Auseinandersetzung an. Eine Studie im Auftrag der International Labour Organisation konnte beispielsweise zeigen, dass KI durchaus sehr hilfreich bei der Problemlösung und Entscheidungsfindung im Berufswahlprozess sein kann. Gleichzeitig müssen aber noch viele Fragen geklärt werden – etwa, wie sich KI-Systeme mit wissenschaftlich fundierten Theorien zur Berufswahl in Einklang bringen lassen.

In der Praxis probieren viele Beraterinnen und Berater momentan einfach aus, was Tools wie ChatGPT leisten können. Diese situativen Tests sind wichtig, ersetzen aber keinen systematischen und transparenten Entwicklungsprozess für spezialisierte KI-Modelle in der Beratung. Berufsverbände warnen davor, die ethischen Implikationen, die Qualitätssicherung und den Datenschutz aus den Augen zu verlieren. Interessanterweise wird von einigen Experten aber auch betont, dass es aus ethischer Sicht ebenso fragwürdig wäre, sich dieser Technologie komplett zu verschließen. Gefragt ist vielmehr eine ausgewogene Haltung und die aktive Einmischung der Beraterschaft in die Entwicklung solcher Systeme.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz geht heute weit über das bloße Zurverfügungstellen eines simplen digitalen Werkzeugs hinaus. KI kann in völlig unterschiedlichen Rollen vor, während und nach einer Beratung auftreten. Um diese Vielfalt greifbar zu machen, lassen sich die Anwendungen in verschiedene Nutzungskategorien einteilen, die wir im Folgenden betrachten wollen:

KI als passives Werkzeug: In dieser grundlegendsten Form dient KI schlicht der Bereitstellung von Informationen oder der Strukturierung von Texten, etwa wenn ein Chatbot für die Berufsrecherche oder beim Verfassen einer Bewerbung genutzt wird. Dies geschieht meist vor oder nach der eigentlichen Beratung.

KI als Assistenzakteur: Hier unterstützt die KI gezielt die Beratungsfachkraft. Spezialisierte Programme helfen bei der Recherche, filtern Datenbanken vor oder übernehmen lästige administrative Aufgaben wie das Zusammenfassen von Gesprächsprotokollen.

KI als kooperativer Akteur: In diesem Szenario arbeiten Mensch und Maschine während des Beratungsgesprächs Hand in Hand. Die KI hilft dabei, Kriterien zu modellieren und Lösungsräume aufzuzeigen, über die dann gemeinsam gesprochen wird.

KI als Dialogpartner zur Vorbereitung: Ein generativer Chatbot kann als eine Art “Sparringspartner” dienen, mit dem Ratsuchende schon vor dem ersten echten Gespräch ihre Gedanken ordnen und erste eigene Vorstellungen explorieren können.

KI als Zugangsmedium und Lotse: Gerade für junge Menschen, die noch gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen, können digitale Einstiegsassistenten oder spezialisierte Bots als niedrigschwelliger erster Kontakt dienen, der motiviert und zur eigentlichen Beratung weiterleitet.

KI als Diagnostik- und Prognoseinstrument: Bereits heute gibt es intelligente Self-Assessment-Tools, die durch Profiling und Potenzialanalysen dabei helfen, Passungen zwischen den Fähigkeiten einer Person und potenziellen Berufen zu ermitteln.

KI als Instrument der Professionalisierung: KI wird auch zunehmend in der Ausbildung von Beraterinnen und Beratern genutzt. Mit virtuellen Klienten lassen sich beispielsweise schwierige Gesprächssituationen gefahrlos simulieren und trainieren.

Die KI als “unsichtbarer Dritter” Eine besonders spannende und bisher oft übersehene Form der KI-Nutzung ist ihre Rolle als indirekter Einflussfaktor. Sehr häufig nutzen Ratsuchende heute eigenständig KI-Bots, bevor sie überhaupt eine Beratungsstelle betreten. Sie bringen dann KI-generierte Vorentscheidungen, Recherchen oder vermeintliches Wissen mit in das Gespräch.

Die KI sitzt somit gewissermaßen als “unsichtbarer Dritter” mit am Tisch. Für die Beratungsfachkräfte entsteht daraus eine völlig neue Aufgabe: Sie müssen die von der KI generierten Inhalte gemeinsam mit den Ratsuchenden kritisch einordnen, in den richtigen Kontext setzen und auf die Grenzen der Technik hinweisen. Die Rolle des Beraters verschiebt sich also immer weiter weg von der reinen Informationsvermittlung hin zu einer reflexiven Begleitung des Orientierungsprozesses. Diese Darstellung ist sicher nur eine aktuelle Momentaufnahme die angesichts der rasanten Entwicklung der Technologien und ihrer Nutzung regelmäßig erweitert werden muss.

Ein entscheidender Punkt beim Einsatz von KI ist die Abgrenzung zum Bereich des Personal-Recruitings. Im Recruiting geht es meist um automatisiertes “Matching” und die Selektion von passenden Kandidaten auf Basis vorgegebener Daten. In der Berufsberatung hingegen geht es um Exploration. Es geht darum, z.B. individuelle Berufswahlkriterien, Stärken, Werte oder Ziele überhaupt erst herauszufinden und Menschen dabei zu helfen, mit Unsicherheiten umzugehen. KI darf hier nicht als Ersatz für menschliche Empathie und Professionalität missverstanden werden. Sie ist vielmehr eine ergänzende Technologie – eine “Augmentation” der menschlichen Beratung –, deren Nutzung einen klaren fachlichen und ethischen Rahmen erfordert.

Um diese theoretischen Konzepte greifbarer zu machen, lohnt sich ein Blick auf aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die genau diese Brücke zwischen Technologie und Beratungspraxis schlagen.

Das Projekt E-KI-B: KI als hybrider Begleiter Das Projekt “Einbindung von Künstlicher Intelligenz in der Berufsberatung” (E-KI-B) hat es sich zum Ziel gesetzt, ein KI-Modell aus der fachlichen Perspektive der Beratung heraus zu entwickeln. Es geht darum, KI in einem strukturierten Rahmen zu testen und ihre Schwächen genau zu analysieren.

Die Grundidee ist ein hybrides Unterstützungssystem. Dafür wird das berufskundliche Basiswissen in einer sogenannten Ontologie abgebildet – das ist vereinfacht gesagt ein Vokabular, das auf Begriffen der Berufswahltheorie basiert und ein gemeinsames Verständnis zwischen Mensch und Maschine ermöglicht. Das System wird dann mit einer verlässlichen und geprüften Datenbank (wie BERUFENET) verknüpft. Wenn ein Ratsuchender nun spricht oder schreibt, identifiziert die KI mithilfe von natürlicher Sprachverarbeitung (NLP) die entscheidenden Begriffe. Diese werden mit der Ontologie abgeglichen und ermöglichen so den Zugriff auf exakt passende, fachlich korrekte Inhalte aus der Datenbank. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt, um nicht länger nur passiv auf neue KI-Tools zu reagieren, sondern die Technologie aktiv und ethisch fundiert für die eigenen Zwecke nutzbar zu machen.

SIEH: KI als strukturierte Interessenerfassung Ein weiterer spannender Ansatz ist die Weiterentwicklung des Modells “SIEH” (Strukturierte Interessenerfassungshilfe). Lange Zeit wurde in der Berufsberatung vor allem auf das bekannte RIASEC-Modell zurückgegriffen, das Menschen in bestimmte Persönlichkeits-“Typen” (wie realistisch, künstlerisch oder sozial) einteilt.

SIEH wählt einen völlig anderen Weg: Es fragt nicht, welcher “Typ” jemand ist, sondern was diese Person mit einem bestimmten “Gegenstand” aus der Arbeitswelt tun möchte. Es kombiniert also Aktivitäten (z. B. “Herstellen”) mit Umweltausschnitten (z. B. “Maschinen”). Über komplexe Ähnlichkeitsanalysen werden dann passende Berufe aus großen Datenbanken herausgefiltert. Durch Big-Data-Analysen eröffnet diese Methode vor allem für Menschen mit sehr unklaren oder vielfältigen Interessen völlig neue Möglichkeitsräume. Um die Handhabung dieses Systems noch intuitiver zu machen, wird aktuell daran gearbeitet, die komplexe SIEH-Abfrage an einen dialogbasierten KI-Chatbot zu koppeln.

Künstliche Intelligenz birgt ein enormes Potenzial, um die Berufsorientierung und -beratung auf das nächste Level zu heben. Dennoch ist klar: Wir stehen erst ganz am Anfang. Das Thema benötigt dringend mehr Forschungsanstrengungen, um belastbare Aussagen über den tatsächlichen Nutzen machen zu können.

Ein großer Bedarf besteht vor allem an KI-Modellen, die über die reine Kommunikationsfähigkeit generativer Bots hinausgehen und echte fachliche Bezüge zur Arbeitsmarkt- und Berufswahltheorie aufweisen. Damit das gelingt, müssen Beraterinnen und Experten zwingend in die Entwicklung der Technik eingebunden werden.

Zudem muss die Technologie deutlich transparenter werden. Es reicht nicht aus, fertige “Black Box”-Systeme einzukaufen; die Architektur von Beratungs-KIs muss offengelegt und von unabhängiger Seite evaluiert werden. Nicht zuletzt entscheidet sich der Erfolg von KI an der Basis: Nur wenn die Lernbedarfe, Vorbehalte und Ideen der Praktikerinnen und Praktiker ernst genommen und gezielt in Fort- und Weiterbildungen integriert werden, kann KI vom bloßen Hype zu einem echten, vertrauenswürdigen Helfer in der Berufsberatung heranreifen.

Wer sich intensiver mit der Schnittstelle zwischen Künstlicher Intelligenz und Berufsberatung auseinandersetzen möchte, findet in der folgenden Literaturauswahl wertvolle Anknüpfungspunkte:

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Confirm Humanity – Bildung und Arbeit

Tech, KI & Schmetterlinge: Arbeit & Verwaltung in Zeiten von KI

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von Michaela Henn

Am 12. März 2026 bot das österreichische Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) ein kostenfreies online Webinar. Der Psychotherapeut Gerhard Hintenberger gab als Dozent Einblicke in die eigene Nutzung generativer KIs in der (therapeutischen) Beratung sowie einen Überblick über verschiedenen KI-Modelle wie ChatGPT, Langdock, Midjourney, Notebook LM, LeChat, u.a, mit ihren jeweiligen Stärken und Grenzen in der (Bildungs-) Beratung.

Ein Schlüsselmoment war für mich die Haltung des Dozenten zur KI, die er eingangs erläuterte. Obwohl auch Aspekte der Datensicherheit durchgängig mitbehandelt wurden, ging es danach nicht mehr um das OB, sondern lag der Fokus auf dem WIE der KI-Nutzung und machte den Weg frei, die Technologie als Werkzeug und als Assistenz selbst auszuprobieren.

Neben allgemeinen Hinweisen (z.B. Funktionsweisen generativer KIs, Anleitung zum Prompten, Datenschutzeinstellungen) waren inspirierende Anwendungsbeispiele jenseits von Recherche und Erstellung von Bewerbungsunterlagen geboten: Etwa wie man sich mit ChatGPT einen KI-Sparringspartner baut, mit dem man das eigene Vorgehen reflektieren kann. Wie man mit midjourney die Situationsbeschreibung eines Klienten in ein Bild verwandelt, über das sich im Anschluss leichter sprechen lässt. Oder auch wie man ohne Programmierungskenntnisse eine KI bitten kann, Fragebögen im htlm-Format zusammenzustellen, so dass Jugendliche die Fragen auf ihrem Handy beantworten können. Für diese und weitere Anwendungsbeispiele stellte der Dozent Vorlagen und Anleitungen zur Verfügung. Eine Teilnahme-Bescheinigung gab es obendrauf.

Mein Fazit: Das Webinar war trotz seiner Kürze (brutto 3,5 Stunden) sowohl informativ als auch inspirierend und gab den Teilnehmenden viel Gelegenheit in lockerer Atmosphäre den Erfahrungsschatz des Dozenten anzuzapfen. Ein toller Einstieg für Praktiker*innen, die sich einen Überblick verschaffen und sich der unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten von KI in der Beratungspraxis nähern wollen. Macht Appetit zum selbst Ausprobieren.

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