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Bundesweiter Kongress "Qualität in der Bildungsberatung"

07.02.2013 -

Frankfurt/M.

Veranstalter: Weiterbildung Hessen e.V., ein Branchenverband mit mehr als 355 Mitgliedseinrichtungen

Qualität in der Bildungsberatung war das Thema des bundesweiten Kongresses, den Weiterbildung Hessen e.V. am 7. Februar 2013 in Frankfurt/Main  durchführte.  Den Hintergrund  dafür bildete das von Weiterbildung Hessen e.V. entwickelte Qualitätssicherungssystem, nach dem sich  bereits die ersten  Beratungsanbieter in Frankfurt haben zertifizieren lassen und nun das Siegel „Geprüfte Einrichtung der Bildungsberatung“ tragen.

In seiner Begrüßung vor ca. 240 Teilnehmern/innen betonte der Vorstandsvorsitzende von Weiterbildung Hessen e.V. Claus Kapelke,  dass es angesichts der großen Vielfalt einen hohen Bedarf an Transparenz gebe und gemeinsam getragene verbindliche Qualitätsstandards die Beratung schützten. Dies unterstützte Staatssekretär Steffen Saebisch in seinem Grußwort, der die positive wirtschaftliche Entwicklung Hessens und die große Bedeutung des Lebensbegleitenden Lernens und der damit verbundenen  Bildungsberatung hervorhob: „Wir müssen in die Weiterbildung und Bildungsberatung investieren, denn sie sind Voraussetzung für den kontinuierlichen Erfolg unserer Wirtschaft.“ Dieser Prozess müsse schon in Kita und Schule beginnen und von allen Beteiligten weiter intensiviert werden.
Einige Wege, wie Beratungsqualität z.Zt. gesichert wird, erläuterte Prof. Dr. Michael Heister vom Bundesinstitut für Berufsbildung in seinem anschließenden Vortrag mit dem Titel „Effiziente Bildungsberatung ist ohne Qualitätssicherung nicht möglich“. Weiterbildung und Weiterbildungsberatung seien keine in sich abgegrenzten Bereiche; und die Herausforderung sei nun, dafür sinnvolle Qualitätssysteme zu entwickeln.

Wie die Qualität und Professionalität in der Beratung in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt gemeinsamen der Universität Heidelberg und des nfb, entwickelt wird, stellte Prof. Dr. Christiane Schiersmann (Institut für Bildungswissenschaft der Uni Heidelberg) dar: „Qualität kann immer nur in einem Aushandlungsprozess der verantwortlichen Akteure definiert werden. Dafür erarbeiten wir inhaltliche Referenzpunkte.“ 

Trotz der offensichtlichen Einigkeit in den zentralen Fragen der Qualitätssicherung in der Beratung wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion sehr konkret, aber auch kontrovers debattiert. Die Messbarkeit von Erfolg der Beratung und die Nachweisbarkeit von Wirkungen der Qualitätsstandards sind nach wie vor zentrale Fragen, denen man nachgehen muss, wenn die Beratungseinrichtungen davon einen Gewinn nach außen -und nach innen- haben sollen.

Erheitert durch karnevalistische Einlagen von Büb Käzmann vom Kabarett-Kollektiv (auf den 7.2. fiel  in diesem Jahr die Weiberfastnacht!) konnten sich die Teilnehmer/innen ab der Mittagspause auf einem Markt der Möglichkeiten über die Arbeit verschiedener Beratungsanbieter sowie über das Qualitätsentwicklungsprojekt von nfb und Uni Heidelberg informieren und Kontakte knüpfen.

Die Professionalisierung in der Weiterbildungsberatung  (Vortrag von Prof. Dr. Dieter Nittel) und die Qualität der Anerkennungsberatung (Vortrag von Dr. Ottmar Döring) bildeten am Nachmittag weitere Schwerpunkte der Veranstaltung.  Außerdem erläuterte Nicole Lustig von Weiterbildung Hessen e.V. das Zertifizierungsverfahren „Geprüfte Einrichtung für Bildungsberatung“: Das Siegel gilt für drei  Jahre, die Zertifizierung kostet 1.500 Euro, von denen die Hälfte das hessische Wirtschaftsministerium trägt. 
(Nähere Informationen dazu unter www.weiterbildunghessen.de)

Zum Abschluss hatten am Nachmittag die Aussteller des Marktes der Möglichkeiten die Gelegenheit sich in kurzen Präsentationen mit  Innovationen und Trends in der Beratungspraxis und der Qualitätssicherung zu präsentieren. 

Susanne Schmidtpott, nfb