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Europäisches Promotionsprogramm zur Beratungswissenschaft

2014 -

Johannes Katsarov, ECADOC

Seit dem 1. Oktober 2013 fördert die Europäische Kommission ein Projekt zum Aufbau eines Europäischen Doktorandenprogramms zur Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung für einen Zeitraum von drei Jahren. Als gemeinsames Projekt von Hochschulen 15 Europäischer Länder soll das Programm Promovierenden aus ganz Europa offen stehen. 

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der “European Society for Vocational Designing and Career Counseling (ESVDC)” und des “Network for Innovation in Career Guidance and Counselling in Europe (NICE)” (letzteres wird ebenfalls von 2009-2015 von der Europäischen Kommission gefördert). Die Führung des Projekts obliegt der ESVDC-Präsidentin Prof. Laura Nota von der Universität Padua (Italien) und Johannes Katsarov, dem Koordinator des NICE Netzwerks. Sie teilen die Verantwortung mit fünf Kollegen/innen: Prof. Valérie Cohen-Scali vom CNAM-INETOP in Paris (Frankreich), Prof. Rachel Mulvey von der University of East London (Großbritannien), Prof. Jérôme Rossier von der Universität Lausanne (Schweiz), Dr. Rie Thomsen von der Aarhus Universität in Kopenhagen (Dänemark), und Dr. Peter Weber von der Universität Heidelberg in Deutschland.

Bis September 2016 werden die Projektpartner drei Sommerschulen veranstalten und dadurch jeweils rund 25 Nachwuchswissenschaftlern/innen einen internationalen und interdisziplinären Austausch zur beratungswissenschaftlichen Forschung ermöglichen.

Die erste Sommerschule findet vom 15.-20. September 2014 in Padua (Italien) statt. Die 28 Teilnehmer/innen werden dort die Gelegenheit haben, ihre Forschungsansätze und Ergebnisse mit Gleichgesinnten aus 18 Ländern zu diskutieren, darunter zahlreichen Professoren/innen. Einen Schwerpunkt bilden zwei eintägige Fortbildungen zu qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden durch Prof. Jenny
Bimrose (Großbritannien) und Prof. Wolfgang Viechtbauer (Niederlande). Weitere Schwerpunkte liegen auf der internationalen Vernetzung der Nachwuchswissenschaftler, sowie auf der Orientierung der beratungswissenschaftlichen Forschung und Entwicklung auf zentrale Forschungsfragen und soziale Innovation.

Das Projekt, ein Europäisches Doktorandenprogramm (engl. European Doctoral Program) aufzubauen, ist nicht zuletzt auch mit der Bestrebung verknüpft, eine Europäische Forschungsagenda (engl. European Research Agenda) für den Bereich der Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung zu definieren. Das wesentliche Ziel einer solchen Forschungsagenda besteht darin, internationale Forschungscluster in Europa aufzubauen, die sich – unter Einbezug von Nachwuchswissenschaftlern/innen – zentralen Forschungs- und Entwicklungsfragen zur Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung widmen.

Durch die Ausrichtung der Forschungsagenda auf Fragen der Beratungspraxis soll nicht zuletzt die Interdisziplinarität der beratungswissenschaftlichen Forschung vorangetrieben werden. Involviert sind neben Bildungswissenschaftlern/innen und Psychologen/innen vor allem auch Ökonomen/innen, Soziologen/innen, Philosophen/innen und Politikwissenschaftler/innen.

http://larios.psy.unipd.it/ecadoc/pages/index.php

Kontakte (in Deutschland): Johannes Katsarov – Programm Manager (johannes_katsarov@hotmail.de) und Dr. Peter Weber – Universität Heidelberg (pweber@ibw.uni-heidelberg.de)