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Spanische EU Präsidentschaftskonferenz „Valueing VET competences“: Cedefop überprüft Fortschritt seit der EU-Ratsentschließung 2008

04.-05.05.2010 -
Im Rahmen des Workshops zu Lebensbegleitender Beratung und Information auf der spanischen EU-Ratspräsidentschaftskonferenz "Valuing VET competences" in Zaragoza (4.-5. Mai 2010) betrachtete Mika Launikari, Projektmanager für Lifelong Guidance bei der Cedefop, die Fortschritte bei der Umsetzung der Schwerpunktbereiche der  EU-Ratsentschließung 2008 und stellte die neuen Studien der Cedefop zur Beratung vor. Die vom Spanischen Bildungsministerium, der Europäischen Kommission  und vom ELGPN veranstaltete Präsidentschaftskonferenz konzentrierte sich auf die Anerkennung von beruflichen Kompetenzen, die im Arbeitsleben erworben werden.
 
Neben Studien zur Beratung benachteiligter Jugendlicher und zur Beratung von Arbeitern in Umstrukturierungsmaßnahmen („Guidance in socially responsible restructuring“, Veröffentlichung Ende 2010),untersucht das Cedefop in Kooperation mit dem ELGPN die europäischen Fortschritte in den Beratungssystemen und –praktiken seit der EU Ratsentschließung 2008 (Veröffentlichung Ende 2011). In der Betrachtung der einzelnen Prioritäten, unterstrich Launikari, dass die im Schwerpunktbereich 1 der Ratsentschließung hervorgehobenen berufsbiografischen Gestaltungskompetenzen (career management skills) Ergebnis von Lernprozessen in der Aus und Weiterbildung sein sollten. Dieses Verständnis müsse in allen Bildungsbereichen - von der Primarstufe bis zur Weiterbildung - gefestigt werden. Dies erfordere sowohl auf nationaler wie auf europäischer Ebene einen Konsens über Strategien zur Stärkung berufsbiografischer Gestaltungskompetenzen bei allen Alters- und Bevölkerungsgruppen.
 
Die im Schwerpunktbereich 4 genannte Kooperation zwischen den für die Beratung zuständigen Sektoren müsse, so Launikari, weiter verstärkt werden. Damit könne auch der Zugang zur Beratung, insbesondere für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, erleichtert werden. Auch wenn die Kooperation und Koordination in einigen Ländern teilweise recht gut gelingt, so gebe es in Bezug auf die Politikentwicklung noch zu wenig Synergien und Kontinuität zwischen verschiedenen Strukturen, Ressorts, Verwaltungen und Finanzierungssystemen.
 
Weiterer Entwicklungsbedarf bestehe im Bereich der Wirkungsforschung. Die vorhandenen Evidenzen seien in vielen Ländern eher fragmentiert und es fehlen vielfach Analysen zu Kosten und Nutzen von Beratung. Auch bezüglich der Qualität der Beratung und der Professionalität der Beratungsfachkräfte bestehe weiter Verbesserungsbedarf (Schwerpunktbereich 3). Hierbei solle die Perspektive der Nutzer stärker in die Politikentwicklung und in die Gestaltung der Beratungssysteme einbezogen werden.
 
Alle Dokumente und Präsentationen stehen zum Download auf der Webseite des ELGPN bereit http://ktl.jyu.fi/ktl/elgpn/meetings/zaragoza/materials

Judith Frübing